Freitag, 16. August 2013

Dressur

Das Dressurreiten stellt die Basis für sämtliche Disziplienen da, denn ohne dressurmäßige Arbeit funktioniert dieser Sport nicht. Für jede Sparte wird ein durchlässiges, rittiges Pferd benötigt und dies ist nur mit Gymnastizierung erreichbar. Genau dies stellt die Dressur dar. Das Pferd wird in seinen natürlichen Veranlagungen (Gangwerk, Durchlässigkeit) geschult, verfeinert und verbessert. Die Muskulatur soll aufgebaut und verbessert werden, so dass das Pferd kein Problem hat, das Reitergewicht zu tragen. Dies ist ein wichtiger, gesundheitlicher Aspekt der leider häufig ausser acht gelassen wird. Aus dieser Vernachlässigung können gesundheitliche Probleme, wie z. B. kissing spines, entstehen. Grundlage der Dressurausbildung stellt die Skale der Ausbildung da. Darunter versteht man:

Takt

Reinheit der Gänge, zeitliche und räumliche Gleichmaß der Schritte, Srünge und Tritte. Dies ist der erste Pfeiler der Grundausbildung. Häufig werden Pferde über Tempo geritten und haben somit nicht die Möglichkeit ihren eigenen Takt zu finden.

Losgelassenheit

Hier spricht man von einem Pferd das einen schwingenden Rücken zeigt, einen nach vorne gedehnten Hals (Nase auf Buggelenkhöhe), welches sich taktrein und gelassen bewegt ohne eilig zu sein. Das Tier soll die Hilfen des Reiters annehmen und entspannt abkauen. Des Weiteren ist ein guter Hinweis für ein losgelassenes Pferd der entspannt getragene Schweif, das Abkauen sowie das übertreten der Hinterhand.

Anlehnung

Das Pferd soll von hinten nach vorne geritten werden. Unter Anlehnung versteht man die Verbindung von Hinterhand, Rücken, Reiterhand und dem Pferdemaul. Das Pferd soll an das Gebiss herantreten und sich dabei selber tragen. Eine feinfühlige Reiterhand ist Grundvoraussetzung für die Anlehnung. Ohne Anlehnung ist das Reiten von Lektionen nicht reel möglich.

Schwung

Schwung wird nur in den Gängen Trab und Galopp entwickelt, da es hier eine Schwebephase gibt. Der Schritt zeigt keine Schwebephase. Der Schwung ist nicht angeboren und kann durch eine gute Ausbildung gefördert werden. Der Schwung beschreibt das energische Abfußen der Hinterhand welches sich auf die gesamte Vorwärtstendenz auswirkt. Die Hinterhand soll vermehrt unter den Schwerpunkt treten.

Geraderichtung

Geraderichten bedeutet, dass die Hinterhand in die Spur des Vorderhufes fußt. Geraderichtung hat nichts mit geradeaus reiten zu tun, sondern verlangt den oben beschrieben Zustand in der Stellung und Biegung sowie beim geradeaus reiten. Dies ist unerlässlich für die Versammlung, da das Pferd ansonsten nicht gleichmäßig die Last aufnehmen kann.

Versammlung

Die Hinterhand des Pferdes soll nun vermehrt Last aufnehmen. Dafür muss sie vermehrt unter den Schwerpunkt treteten. Dies setzt die vermehrte Hankenbeugung und das Absenkung der Kruppe voraus. Ein aufgewölbert Rücken, ein durchlässiges und rittiges Pferd sind unerlässlich für die Versammlung. Die Aufrichtung des Halses soll relativ sein und im Einklang mit der Hankenbeugung. Alles andere bezeichnet man als absolute Aufrichtung, die nur durch die Einwirkung der Reiterhand erreicht wird und nicht erwünscht ist.
Leider wird immer wieder versucht einen Teil der Skala der Ausbilung aufgrund von z.B. Zeitmangel, falscher Ergeiz usw. zu überspringen. Dies funktioniert vielleicht für einen Augenblick aber für die korrekte, gesunde Pferdeausbildung muss man dringend davon abraten. Natürlich ist die Dressur auch eine Turnierdisziplien. Das Pferd und der Reiter bekommen Noten von 0 (nicht gezeigt) bis 10 (ausgezeichnet). Die Benotung erfolgt entweder für die gesamte Aufgabe oder es gibt eine Gesamtnote, die sich aus den einzelnen Lektionen ergibt. Die Prüfungen werden in einem Dressurviereck (20m x 40m oder 20m x 60m) abgehalten. Je nachdem wie es die Aufgabe verlangt, wird sie einzeln oder mit max. vier Reitern geritten. Die Reihenfolge ist vorgegeben und nur in einer Kür selbst zugestalten. Bewertet werden Sitz und Eingebung des Reiters, die Rittigkeit und die Bewegung des Pfedes sowie die Ausführung der einzelnen Lektionen.

Donnerstag, 15. August 2013

Trense - Kandare


Die Umstellung von Trense auf Kandare ist nicht nur für den Reiter ein großer Schritt, sondern auch für das Pferd.

Da die Kandare ein Stangengebiss ist, wirkt sie ganz anders als eine gebrochene Trense. Bei einseitigem Zügelzug drückt das Gebiss auf der Seite des Zügels auf den Unterkiefer und auf der Gegenseite gegen den Oberkiefer. Das verwirrt viele Pferde und sollte daher vermieden werden.
Durch die Anzüge der Kandare wird der Zug des Zügels nicht nur auf das Gebissstück im Maul übertragen, sondern über die Backenstücke auch auf das Genick. Die Kinnkette verstärkt den Zug auf das Gebissstück und drückt gleichzeitig von unten gegen den Unterkiefer.
Da bei der Kandare beide Zügel möglichst gleichmäßig anstehen sollen, muss ein auf Kandare gerittenes Pferd sich mit Gewicht und Schenkeln abwenden lassen. Es sollte außerdem ausbalanciert sein und die Hand nicht mehr als Stütze benötigen.
Zusätzlich sollte das Pferd zuverlässig mit einer leichten Anlehnung am Zügel gehen und bereits Ansätze von Versammlung zeigen.
Sind Pferd und Reiter gut vorbereitet, ist die Kandare ein feines Instrument, mit dem man dem Pferd den Weg in die Versammlung zeigen kann. Durch den Druck auf Unterkiefer und Genick lässt sich das Pferd einfacher aufrichten und zurücknehmen. Es fällt dem Pferd so leichter zu verstehen, dass es sein Gewicht nach hinten verlagern soll.
Falsch eingesetzt, bei einer unruhigen Reiterhand oder zu heftigen Zügelhilfen wird die Kandare allerdings schnell zum Marterinstrument. Wer mit diesem Gebiss reitet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er seinem Pferd damit Schaden zufügen kann.
Wer an den Kandarenzügeln herumreißt, kann seinem Pferd die Zunge quetschen, die Haut aufschneiden oder im schlimmsten Fall sogar den Unterkiefer brechen.
Die Kandare ist also ein sehr feines Instrument, das nur in die Hand von Könnern gehört. Die ersten Versuche mit Kandare zu reiten, sollten daher auf jeden Fall unter Anleitung eines erfahrenen Lehrers geschehen, um Fehler zu vermeiden.


Die Kandare richtig halten:

Der Umstieg von Trense auf Kandare fällt den meisten Reitern schwer, weil Sie plötzlich vier Zügel halten und koordinieren müssen. Es gibt mehrere Möglichkeiten die Zügel zu halten und verschiedene Arten, wie die Kandare dabei wirkt.
Achten Sie darauf, dass die Zügel richtig an der Kandare montiert sind. Die Kandaren-Zügel sind schmaler und am Ende zusammengenäht. Außerdem hat dieses Zügelpaar meist einen Schieber mit dem sich der Zügel verkürzen lässt.
Der Trensenzügel ist etwas breiter und hat am Ende eine Schnalle. Achten Sie darauf, das die Zügelpaare nicht überkreuz verschnallt sind und auch nicht verdreht. Das führt nämlich unweigerlich zu einem Knoten.
Wer kleine Hände hat sollte auf schmale und nicht zu dicke Zügel achten, da er sonst Platzprobleme in der Hand hat.
Rutscht Ihnen oft der Zügel durch die Hand, können Sie auch einen Trensenzügel mit Stegen einschnallen. So tun Sie sich leichter eine konstante Anlehnung zu behalten.


Die häufigste Haltung- gekreuzte Zügel

Die meisten Reiter halten die Kandare mit gekreuzten Zügeln. Das heißt die Trensenzügel werden ganz normal zwischen Ringfinger und kleinem Finger gehalten. Die Kandaren-Zügel kreuzen innerhalb des Trensenzügels von unten nach oben und werden zwischen Ringfinger und Mittelfinger gehalten.
Da die Faust bei einer Parade meist nach unten gedreht wird, kommt bei dieser Haltung mehr Druck auf die Trense als auf die Kandare. Damit ist diese Haltung relativ mild für das Pferd.
Reagiert das Pferd sehr stark auf die Kandare, können Sie diese Haltung auch noch variieren:
Führen Sie die Kandarenzügel zwischen Mittelfinger und Zeigefinger hindurch. So kommt bei einer Parade kaum Druck auf das Kandarengebiss.


Parallele Zügel
Diese Haltung ist am einfachsten, um die Zügel aufzunehmen.
Auch hier wird der Trensenzügel wie gewohnt zwischen Ringfinger und kleinem Finger hindurch geführt. Der Kandarenzügel läuft unterhalb des kleinen Fingers in die Faust.
So überkreuzen die Zügel sich nicht. Allerdings wirkt die Kandare bei einer Parade so schärfer.
Eine Variante dieser Zügelhaltung sieht so aus: Der Trensenzügel läuft von oben nach unten durch die Faust, der Kandarenzügel von unten nach oben. So wirkt die Kandare bei einer Parade sehr scharf, die Paraden lassen sich jedoch für Trense und Kandare auf einer Seite getrennt geben.

Die altmodische Haltung - 3:1

Die 3:1 Haltung der Kandare ist in der modernen Reitlehre kaum noch zu sehen, wer klassisch reitet begegnet ihr jedoch häufig noch.
Bei dieser Haltung werden die Trensenzügel wie gewohnt zwischen Ringfinger und kleinem Finger der jeweiligen Hand hindurch. Die Kandarenzügel werden jedoch innerhalb des Trensenzügels nach oben gekreuzt und laufen beide in eine Hand, meist die Rechte.
Der gleichseitige Kandarenzügel läuft dabei zwischen Ring- und Mittelfinger hindurch, der von der anderen Seite zwischen Mittel- und Zeigefinger.
Die eine Hand hält also drei Zügel, die Andere nur einen. Daher der Name 3:1.
Diese Haltung soll dazu führen, dass der Kandarenzügel nur zum Versammeln und Aufrichten des Pferdes, nicht aber zum Lenken eingesetzt wird.
Für den ungeübten Reiter hat sie jedoch den Nachteil, dass die Zügel noch schnell durcheinander geraten und die Koordination der Hilfen dadurch erschwert wird.








Checkliste Turnier


Wer auf ein Turnier fährt, muss viel mitnehmen. 
Hier ist eine Checkliste:

Für das Pferd:

- Halfter
- Strick
- Transportgamaschen oder ähnliches
- Bandagen / Gamaschen, falls nötig


- Trense bzw. Kandare
- Kopfnummern
- Sattel
- Schabracke 


- Heunetz
- Futter
- Wassereimer
- Putzzeug zum Überputzen
- Leckerli


- Pferdepass
- Erste Hilfe Set
- Telefonnummer des Tierarztes
- Longe
- je nach Witterung: Abschwitzdecke oder Fliegendecke
- eventuell Decke für den Transport


 Die Bilder gibt es unter:  https://www.facebook.com/pages/Mambo/283915748338649?fref=ts




Mähne einflechten

Mähne richtig einflechten 


Für Turniere und andere öffentliche Auftritte ist es üblich, diedes Pferdes einzuflechten. Gerade die ersten Mal ist das allerdings nicht leicht. Hier ein paar Tipps wie die Mähne hübsch aussieht.

















Zum Einflechten braucht man einen Mähnenkamm und ein paar Mähnengummis. Bei größen Pferden ist ein Hocker praktisch, auf den Sie sich stellen können.
Als Erstes ist es wichtig, dass alle Zöpfe gleich breit sind. Um das zu erreichen, nimmt man einen Mähnenkamm und markiert die gewünschte Breite mit einem Mähnengummi.
Jetzt kann man ganz leicht mit Hilfe des Kamms eine Stähne in der richtigen Breite abteilen und den Rest der Mähne mit dem Kamm zur Seite stecken. Dabei fängt man am besten hinter den Ohren an, da das Pferderfahrungsgemäß am Anfang besser stillhält, als am Ende.
Die abgeteilte Strähne möglichst fest einflechten und unten mit einem Gummi gut zuknoten.
 Diesen Vorgang wiederholen bis die ganze Mähne eingeflochten ist.
Jetzt geht es ans hochstecken. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten: Rollen oder Falten.
Bei einer etwas längeren Mähne geht das Falten besser. Einfach den ganzen Zopf in der Mitte falten und das dann noch einmal halbieren. Dabei immer nach unten falten, das sieht ordentlicher aus. Den gefalteten Zopf mit einem Gummi befestigen.
Ist die Mähne zum Falten zu kurz, geht man folgendermaßen vor:
Den Gummi mit den überstehenden Haaren nach unten einschlagen und den Zopf nochmal einschlagen, also quasi den Gummi nach unten einrollen. Auch hier mit einem Gummi befestigen.
Tipps zum besseren Gelingen:
- Eine Woche vorher kein Mähnenspray verwenden, sonst rutschen die Haare durch die Finger.
- Die Mähne kurz genug schneiden. Als Idealmaß gilt eine Handbreit, für Anfänger ist eine etwas längere Mähne einfacher.
- Die Mähne vorher schön dünn verziehen, denn Tennisbälle am Hals sind häßlich.
- Wird am Tag vor dem Ereignis eingeflochten, jeden Zopf mit einem zweiten Gummi sichern. So hält das Kunstwerk besser.


 Einfacher Einflechten:
- Den Gummi in der Mitte des hochgeschlagenen Zopf ansetzen und nicht zu nah am Mähnenkamm, sonst rutscht der Zopf wieder heraus.
Tipp:
Hat das Pferd einen kurzen Hals viele schmale Zöpfe machen - das streckt.
Hat das Pferd einen langen Hals wenige breite Zöpfe flechten, so wirkt der Hals kürzer.



















Bandagen & Garmaschen

Ob man sein Pferd mit Gamaschen, Bandagen oder barfuß reitet ist für viele eine Glaubensfrage. Wenn Sie aber die Füße des Pferdes schützen wollen, ob beim Springen oder wenn das Pferd dazu neigt, sich zu streifen, sollten Sie diese Punkte beachten.
Bandagen sind gut, wenn es darum geht,
  • die tiefe Beugesehne zu entlasten
  • die Sehnen und Bänder warm zu halten, zum Beispiel bei alten Pferden
  • das Streifen zu verhindern
  • das Pferd elegant aussehen zu lassen
  • empfindliche Pferde zu schützen, da sie gut sauberzuhalten sind und nicht scheuern
Außerdem passen Bandagen jedem Pferd.
Die Nachteile der Bandagen sind:
  • Sie saugen sich schnell mit Feuchtigkeit voll und sind dann unangenehm fürs Pferd
  • Sie belasten den Fesselträger zusätzlich
  • Sie zeitaufwendig beim bandagieren
  • Sie können unter Umständen aufgehen und sind dann sehr gefährlich. Sturzgefahr!
  • Sie können die Durchblutung und den Lymphabfluss behindern
Gamaschen haben auch ihre Stärken:
  • Sie bieten einen guten Schlagschutz zum Beispiel beim Springen
  • Sie sind einfach zu handhaben
  • Sie lassen sich schnell anlegen
  • Sie bergen weniger Gefahren, falls Sie doch einmal rutschen
  • Sie saugen sich nicht so stark voll Wasser
Nachteile der Gamaschen
  • Sie unterstützen die Sehnen nicht so gut wie Bandagen
  • Sie können Scheuerstellen verursachen, wenn Sie nicht passen
  • einige Pferde vertragen das Material nicht

Also haben sowohl Bandagen als auch Gamaschen Vor- und Nachteile. Sie müssen also je nach Situation beurteilen, was für Ihr Pferd gerade das richtige ist.


Ob Sie eine Bandagierunterlage benötigen hängt vom Bandagentyp und dem Einsatzzweck ab. Nähere Informationen dazu finden Sie hier: Pferd und Bandagen: Wann mit Unterlage bandagieren?
Wenn Sie eine Bandagierunterlage verwenden, nehmen Sie diese so, dass die kurze Seite parallel zum Pferdebein ist und legen die Vorderkante so an das Pferdebein, dass sie mit der äußeren Vorderkante des Pferdebeins parallel ist. Die Oberkante sollte direkt unter dem Karpalgelenk liegen, die Unterkante etwa bis zur Mitte des Fesselkopfes reichen.
Wickeln Sie die Bandagierunterlage nun nach hinten innen um das Pferdebein. Achten Sie darauf, dass die Unterlage faltenfrei liegt.

Nehmen Sie nun die Bandage zur Hand und beginnen Sie oben ebenfalls von vorne außen nach hinten innen die Bandage von oben nach unten um das Pferdebein zu wickeln.
Auf dem Weg nach unten wählen Sie dabei einen relativ engen Abstand zwischen den einzelnen runden, etwa 3-5cm. Sind Sie bei der Hälfte des Fesselkopfes angelangt, bandagieren Sie wieder nach oben, diesmal mit einem etwas größeren Abstand, etwas 6-8 cm.
Mit etwas Übung gelingt es ganz gut die Bandage so einzuteilen, dass sie einmal runter und wieder rauf reicht. Idealerweise liegt die letzte Runde direkt unter dem Karpalgelenk und die Bandage wird außen geschlossen.
An den Hinterbeinen müssen die Abstände etwas größer sein, da die Bandage sonst nicht reicht.
Bein Bandagieren, müssen Sie die Bandage unbedingt fest genug wickeln, damit diese nicht rutscht. Das wäre sehr gefährlich für Pferd und Reiter.

Die Bandage auf jeden Fall sorgfältig verschließen. Die Meisten haben einen Klettverschluss, der unbedingt auf seinem Gegenstück platziert werden sollte.

Beim Bandagieren der Hinterbeine hängt meistens der Schweif im Weg.
Dieses Problem lässt sich ganz einfach lösen, indem man einen Knoten in den Schweif macht. Den sollte man allerdings nach dem Bandagieren wieder lösen sonst erntet man viele Lacher.









Passt der Sattel? - der Test


Checkliste: Passt der Sattel dem Pferd?



Hier eine Checkliste:
Legen Sie den Sattel ohne Satteldecke auf das Pferd.
Zwischen Wiederrist und Vorderzwiesel sollten mindestens vier Finger hoch Platz sein. Nach dem Aufsitzen sollte mindestens noch ein Finger hoch Platz sein.
Stellen Sie sich hinter das Pferd und kontrollieren, ob die Wirbelsäule auf der ganzen Länge frei ist. Es sollte Licht unter dem Sattel durchfallen können.
Greifen Sie vorsichtig unter das Sattelblatt und pfüfen Sie, ob das Sattelkissen über die gesamte Strecke auf dem Rücken aufliegt. Sie sollten die Kissen auf beiden Seiten kontrollieren.
Die Sattelkissen dürfen auch auf keinen Fall seitlich auf den Wiederrist drücken. Umgekehrt darf der Sattel aber auch nicht locker verrutschen.
Überprüfen Sie auch, ob der Schwerpunkt des Sattels noch stimmt. Der tiefste Punkt der Sitzfläche sollte direkt über dem Bügelschloss liegen. Ist der Schwerpunkt zu weit hinten drückt der Sattel das Pferd und der Reiter kann nicht mehr korrekt sitzen.
Stellen Sie sich auf einen Hocker oder etwas ähnliches und schauen Sie nach, ob der Sattel gerade liegt und ob auch die Sitzfläche gerade ist. Es kann leicht passieren, dass der Sattel sich verzieht.
Passt der Sattel nicht mehr 100prozentig, sollten Sie sich mit einem Sattler in Verbindung setzen und abklären ob sich der Sattel an das Pferd anpassen lässt. Sie sollten auf keinen Fall mit einem nicht passenden Sattel über längere Zeit reiten, da das Pferd sonst Rückenprobleme bekommen kann.
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Gelpads sind eine sehr beliebte Sattelunterlage. Sie sind jedoch nicht für jeden Zweck geeignet.
Ist der Sattel zu eng, hilft auch ein Gelpad nicht weiter. Gleiches gilt, wenn der Schwerpunkt des Sattels nicht richtig liegt.

Die Stärke des Gelpads ist, dass es Reibung abfängt und nicht an den Pferderücken weitergibt. So werden Scheuerstellen verhindert.
Außerdem kann sich das weiche Gel an Knubbel und Buckel anpassen und so den Druck von solchen Problemstellen ablenken.
Ein Gelpad ist also eine gute Übergangslösung für Stiche, verstopfte Talgdrüsen und eignet sich gut für Profis, die viele Pferde mit demselben Sattel reiten.







Krankheiten


Pferdekrankheiten als Mangelerscheinung


Manche Pferdekrankheiten werden durch einen Mangel in der Pferdefütterung begünstigt. Die Gesundheit Ihres Pferdes ist abhängig von einer Vielfalt verschiedener Faktoren. In vielen Fällen sind geringe Abweichungen in der Nährstoffversorgung ihres Pferdes, hervorgerufen z.B. durch leistungsbedingten Stress oder Krankheit, ausschlaggebend, um die Ausgewogenheit der Elemente (Mineralstoffe und Vitamine) und damit das körperliche Gleichgewicht zu stören.
Die am häufigsten auftretenden Pferdekrankheiten, die durch falsche Fütterung hervorgerufen werden können, sind:
  • Appetitlosigkeit
  • Atemwegsprobleme
  • Hufrehe
  • Schlechtes Hufwachstum
  • Ekzem
  • Allergien
  • Fell- und Hautprobleme, Mauke
  • Sommerekzem
  • Husten- und Schleimhauterkrankungen
  • Verdauungsprobleme, Durchfall / Koliken
  • Blähungen
  • Leber- und Nierenerkrankungen
  • Konzentrationsschwäche, Nervosität
  • Leistungsmangel
  • Kreuzverschlag
  • Muskelstoffwechsel (PSSM)
  • Gewichtsprobleme
  • Knochen / Knorpel, Bänder-/ Sehnen-/ Gelenkprobleme, Spat
  • Knochenschwäche
  • Entzündliche Prozesse, Schleimbeutel-/ Sehnenscheidenentzündung
  • Methabolisches Syndrom
  • Cushing
  • Fruchtbarkeitsstörung
  • Wachstumsstörungen
  • Stoffwechselstörungen
  • Übergewicht
  • Untergewicht
  • Wunden / Scheuerstellen